Medienpädagogik

Medien im Fokus

medMedien beeinflussen alle unsere Lebensbereiche in einem zunehmenden Maß, sei es durch Fernseher, das Internet, den PC, das Smartphone oder durch Spielkonsolen. Insbesondere bei den Kindern und Jugendlichen nehmen sie auf die Art der Kommunikation, die Informationsgewinnung, die Weltsicht und nicht zuletzt auf die Identitätsbildung erheblichen Einfluss. Durch den ständigen Zugriff auf Medien eröffnen sich Chancen, aber auch Risiken. Das Gabriel-von-Seidl-Gymnasium hat es sich daher als Referenzschule für Medienbildung zur Aufgabe gemacht, diesen Erziehungs- und Bildungsprozesse verantwortungsvoll zu begleiten, damit sich unsere Schüler verantwortungsvoll in einer zunehmend medial vermittelten Welt bewegen können.

Das didaktische Konzept des GvS basiert auf vier Säulen:

(1)    Werteorientierung/ kritischer Umgang mit Medien
Kinder und Jugendliche sollen in der Lage sein sich mit Medienangeboten kritisch auseinanderzusetzen. Erst dann können sie sich der Bedeutung und der Wirkung von Medien bewusst werden und lernen, kompetent mit ihnen umzugehen.
Aufgabe von Schule und Elternhaus ist es, einen hohen Aufklärungsbeitrag zu leisten und die Heranwachsenden somit vor nicht altersgemäßen Inhalten zu schützen. Besonders ist zu vermitteln, dass bestimmte Werte stets gelten und die medialen Inhalte nicht immer der Realität entsprechen.

(2)     Medien gewinnbringend bei Präsentationen einsetzen
Die meisten PowerPoint-Präsentationen sind nichts anderes als „betreutes Lesen“.  Wir bringen den Schülern bei, wie sie mit einfachen Mitteln analoge und digitale Medien so einsetzen, dass diese einen echten Mehrwert erzeugen und nicht in technikverliebter Spielerei enden. Das alles ist eng verbunden mit der Schulung rhetorischer Fertigkeiten, die neben dem täglichen Unterricht besonders im Profilkurs Rhetorik für die Q11 oder im Debattierclub verfeinert werden.
Gewandtes Sprechen, sicheres Auftreten und den sinnvollen Einsatz von Medien entwickeln wir mit unseren Schülern über die Jahrgangsstufen hinweg weiter. Worauf wir dabei Wert legen, ist zum Beispiel am Bewertungsbogen für Präsentationen zu erkennen.

(3)    Mit digitalen und analogen Medien erfolgreich recherchieren
Recherchieren heißt nicht einfach nur „googlen“. Hinter einer gekonnten Recherche steckt Know-how. Egal, ob dies mit analogen (Fachzeitschriften, Fachbüchern, ...) oder mit digitalen Medien geschieht.
Neben einem modernen Medienzentrum, das alle Möglichkeiten einer klassischen Präsenzbibliothek (etwa 10.000 Exemplare) mit den Möglichkeiten digitaler Medien und internetbasierten Arbeitens verbindet, halten wir flächendeckend ticket-geregelte WLAN-Zugänge vor. Dadurch kann für einzelne Klassen für Recherchezwecke ein zeitlich begrenzter, passwortgeschützter Zugang zum WLAN gewährt und Recherchearbeit auch im Klassenzimmer durchgeführt werden. Durch die Kooperation mit der Städtischen Bibliothek Bad Tölz greifen unsere Schüler via OPAC auf etwa 50.000 Bücher, CDs, DVDs vor Ort und darüber hinaus auf den regionalen Bibliotheksverbund zu.

(4)    Medien erstellen
Digitales Lernen in Form von Lernvideos, Arbeitsergebnisse mit Medien umsetzen, Präsentationen mit Flipcharts und Poster unterstreichen, all das wird am Gabriel-von-Seidl-Gymnasium gefördert, sei es in der AG Homepage, in der Videogruppe und vor allem in der täglichen Unterrichtsarbeit.
Grundlage dieser Säulen ist ein auf alle Fächer und alle Jahrgangsstufen abgestimmtes Mediencurriculum. Arbeitsteilig wird in den einzelnen Unterrichtsfächern einer Jahrgangsstufe vermittelt, wie analoge und digitale Medien sinnvoll und zielgerichtet zu verwenden sind.

Das technische Konzept des GvS:
Als Referenzschule für Medienbildung hat das Gabriel-von-Seidl-Gymnasium ein methodisch durchdachtes technisches Konzept umgesetzt:
•    Flächendeckende Ausstattung der Klassenzimmer mit Beamer und Audioeinheit
•    Zudem Dokumentenkameras, Laptops, funkgestützte Verbindung zum Beamer in einem Drittel der Klassenräume und in allen Fachräumen
•    Modernste digitale Sprachlabore und Computerräume mit jeweils 30 Einzelarbeitsplätzen
•    Individuell über Tickets geregelte WLAN-Zugänge für Schüler, Lehrkräfte und Gäste im gesamten Schulgebäude
•    In Konferenz- und Präsentationsräumen interaktive Whiteboards
•    Unterstützung des Unterrichts und der Hausaufgaben durch eine Vielzahl von Spezialprogrammen und durch die internetbasierte Plattform Mebis
•    Modernes Medienzentrum zum Lesen und Wohlfühlen

All diese Anstrengungen sind nötig, damit sich Schule den Herausforderungen einer modernen und von Medien geprägten Welt stellen kann.